Die Willy Vogel AG - Stabübergabe an die Zukunft

1929 gründet der autobegeisterte Willy Vogel die gleichnamige Firma. Sie ist heute Marktführer für Zentralschmiertechnik für Maschinen, Anlagen, Nutz- und Schienenfahrzeuge, sowie Spezialanbieter von Flüssigkeitspumpen. Seine Witwe entschließt sich 1988 mit 89 Jahren, die Nachfolge zu regeln. Gemeinsam mit der HANNOVER Finanz Gruppe, die zusagt, das Unternehmen nicht zu ihren Lebzeiten zu veräußern, übernimmt das Management das Unternehmen. Lotte Vogel wird 104 Jahre alt. 2004 erfolgt der gemeinsame Verkauf an die schwedische SKF Gruppe. Heute beschäftigt das Berliner Unternehmen weltweit rund 1.000 Mitarbeiter und setzt jährlich mehr als 140 Millionen Euro um.

Beteiligung und Erfolg

Der von der HANNOVER Finanz Gruppe finanzierte Management-Buy-out sichert die Zukunft des mittelständischen Unternehmens. Die Partnerschaft ermöglicht den Verantwortlichen:

  • den Fortbestand des Unternehmens für die Zukunft und damit Arbeitsplätze zu sichern,
  • die internationale Marktführerschaft auszubauen und zu festigen,
  • auf diese Weise die Firma für einen weiteren Käufer attraktiv zu machen und in einen bestehenden neuen Firmenverbund zu integrieren.

Die Partnerschaft

Das Engagement der HANNOVER Finanz Gruppe währt 16 Jahre. Bis 1988 bleibt das bereits als AG geführte Unternehmen in der Hand der Witwe des Gründers. Die HANNOVER Finanz strukturiert gemeinsam mit dem Management eine Holding, die alle Aktien der Willy Vogel AG erwirbt. Das Management beteiligt sich und wagt den Schritt ins Unternehmertum. Die Gesellschafter begleiten die AG durch alle Höhen und Tiefen. Der Verkauf geschieht nach dem Tod der Eigentümerin im Einvernehmen mit allen Beteiligten.

Seit 2004 gehört die Willy Vogel AG als eigenständiges Unternehmen zur schwedischen SKF Gruppe, die weltweiter Marktführer im Bereich Wälzlager, Kugellager und Dichtungen ist.

Der Unternehmer zieht Bilanz

Manfred Neubert: "Die neuen Kapitalgeber haben es in besonderer Weise geschafft, die Interessenlage der Eigentümerin und des Managements zu berücksichtigen. Außerdem stimmte die Chemie. Die beteiligten Personen haben die Geschäftsführung überzeugt, dass sie das Wachstum des Unternehmens sicherstellen würden. Die Beteiligung ist auch gut für das Management, weil es den Ehrgeiz weckt, eine langfristige Gewinnmaximierung durch wohlüberlegte Investitionen zu sichern.

Manche Beteiligungsgesellschaften sind nur am kurzfristigen Gewinn interessiert. Sie vergessen, dass sie langfristige Entwicklungen und Ideen finanzieren sollten, um das Unternehmen gewinnbringend wachsen zu lassen. Die Partnerschaft mit HANNOVER Finanz war dagegen langfristig."