technotrans AG - Nachfolgeregelung mit Fantasie

"Da ist Potenzial drin", ist ein Satz, der oft vom Management der HANNOVER Finanz Gruppe zu hören ist, wenn ein Unternehmer weiß, wie er sein Unternehmen mit guten Ideen zum Blühen und Wachsen bringen kann. So war es auch bei der heutigen technotrans AG, als Heinz Harling 1990 bei der HANNOVER Finanz Gruppe anfragte. Er war zu der Zeit Geschäftsführer der technotrans mit seinen rund 70 Mitarbeitern und plante gemeinsam mit dem damaligen Eigentümer einen Management-Buy-out (MBO) des 1970 gegründeten Unternehmens. Vor seinem Kontakt zur HANNOVER Finanz Gruppe hatte er bereits Absagen von verschiedenen Banken bekommen.

Die technotrans AG ist heute ein internationaler Systemanbieter im Bereich der Flüssigkeitstechnik. Über 600 Mitarbeiter arbeiten weltweit für das Unternehmen. Hauptprodukte sind Peripheriegeräte für Offset-Druckmaschinen und spezielle Anlagen für die CD-Fertigung. Bei vielen Produktlinien ist das Unternehmen führend auf dem internationalen Markt.

Beteiligung und Erfolg

Im Rahmen eines Management-Buy-out übernahm das Führungsteam 1990 mit der HANNOVER Finanz und einem weiteren Investor das Unternehmen. Die Übernahme erfolgte durch eine Erwerbergesellschaft, die mit dem erforderlichen Eigenkapital und mit Gesellschafterdarlehen ausgestattet wurde, d. h. Bankdarlehen wurden auf dieser Ebene nicht aufgenommen.

Die Managementgruppe konnte im Rahmen des Erwerbs eine relativ hohe Beteiligung von 26 Prozent erwerben, wovon natürlich ein Teil über Banken refinanziert wurde.

Seit 1990 hat technotrans Umsatz und Gewinn etwa verzehnfacht. Auf dem Gebiet der Peripheriegeräte für Offset-Druckmaschinen ist das Unternehmen heute mit großem Abstand Weltmarktführer (Marktanteil 1997: 41 Prozent).

Bis auf geringe Anteile, die für die Zinszahlungen des Managements erforderlich waren, wurden die Gewinne zur Stärkung des Eigenkapitals thesauriert, wo sie die Basis für weiteres Wachstum waren.

Im März 1998 wurde die technotrans AG mit großem Erfolg im Neuen Markt der Deutschen Börse eingeführt. Auch nach dem Börsengang bleibt die HANNOVER Finanz Gruppe an der technotrans beteiligt.

Die Partnerschaft

Von 1985 bis 1989 wuchs das Unternehmen von 7 Mio. DM auf 18 Mio. DM. Maßgeblichen Anteil hatte an dieser Entwicklung eine Führungsgruppe von fünf leitenden Mitarbeitern. 1989 fasste der Unternehmensgründer den Entschluss, sich im Rahmen einer Nachfolgeregelung von seinem Unternehmen zu trennen.

Folgende Punkte sollten dabei berücksichtigt werden:

  • Sicherstellung einer adäquaten Altersversorgung durch den Verkauf
  • Wahrung der Selbstständigkeit des Unternehmens
  • Maßgebliche Unternehmensbeteiligung der Führungsgruppe
  • Längerfristige Begleitung durch finanziell starke und unternehmerisch denkende Partner

Der Unternehmer zieht Bilanz

Heinz Harling: "Durch die Mitwirkung der HANNOVER Finanz Gruppe und eines institutionellen Co-Investors konnte die Position des Unternehmens gegenüber Lieferanten, Kunden und Banken deutlich gestärkt werden. Da unsere Partner nicht in das Tagesgeschäft eingriffen, blieb die Selbstständigkeit der technotrans vollständig gewahrt. Die hohe Beteiligung von 26 Prozent für das Führungsteam war natürlich sehr interessant; andererseits waren wir anfangs doch noch ziemlich skeptisch, wie das bei unseren vergleichsweise bescheidenen finanziellen Möglichkeiten zu realisieren sei.

Das Know-how der HANNOVER Finanz hat uns dann allerdings sehr schnell überzeugt. Die partnerschaftliche Unterstützung gab uns die Freiräume, uns auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren - mit Erfolg. Neben der Spitzenposition im Bereich Peripheriegeräte für Offset-Druckmaschinen ist die technotrans AG heute bereits weltweit auf Platz drei unter den Herstellern spezieller Anlagen zur Produktion von CDs."